Baron von Liebieg

Heinrich Baron von Liebieg wurde am 29. April 1830 geboren. Er stammte aus Reichenberg in Nordböhmen. Seine Familie besaß eine der größten Textilfabriken Deutschlands, aus deren Verwaltung sich Heinrich zu Beginn der 1890er Jahre krankheitshalber zurückzog.

Er erwarb im Jahr 1893 ein Grundstück in Frankfurt am Main mir der Adresse Schaumainkai 71 und begann im selben Jahr mit den Vorbereitungen zum Bau einer Villa und zur Errichtung eines Gartens. Im Jahr 1896 waren Villa und Garten fertiggestellt.

Liebieg starb am 4. April 1904 und vermachte in seinem Testament „meine Behausung Schaumainkai 71 […] meiner Schwester Gabriele Weinrich, geb. Freiin von Liebieg, die mir in allen schwierigen Lebenslagen treu zur Seite gestanden hat […]. Die Stadtgemeinde Frankfurt am Main [soll] berechtigt sein, das Haus Schaumainkai Nr. 71 nebst Garten und allem zum Gelände gehörigen Zubehör für den geringen Preis von 500.000 Mark […] käuflich zu erwerben.” unter der Bedingung, daß hier auf ewige Zeiten ein öffentliches Kunstimuseum eingerichtet werden würde.

Erdbeer Topf

Im Juni 1908 wurde eine Schätzung von Villa und Park vorgenommen; im folgenden Juli beschloß der Frankfurter Magistrat den Anbau von drei Oberlichtsälen und eines großen Eingangbereichs. Bereits am 14. Oktober 1909 wurde die Skulpturensammlung als Städtische Galerie im Liebieghaus von Georg Swarzenski, dem Direktor von Städel und Liebieghaus, eröffnet.

Aus einem Informationsblatt des Museums Liebieghaus

Liebieghaus